Weihnachtsshopping-Rekord

11.01.2017

Die Weihnachtszeit lässt den Handel feiern: Mit insgesamt 55,62 Mrd. Euro gaben die Deutschen 2016 so viel Geld wie noch nie für Geschenke aus. Laut der heute veröffentlichten Studie „Payment und Shopping im Weihnachtsgeschäft 2016“ von PAYONE, B+S Card Service und Statista stiegen die Umsätze im Weihnachtsgeschäft sowohl im stationären als auch im Online-Handel weiter an und erzielten einen neuen Rekord. Die von den drei führenden Unternehmen in den Bereichen Payment und Marktforschung durchgeführte Studie basiert auf anonymisierten Transaktionsdaten. Damit hebt sie sich von anderen Studien deutlich ab und macht einen Vergleich zwischen stationärem Handel und Online-Shopping möglich.

Das Rekordjahr 2016 verschafft dem Handel einen noch nie dagewesenen Umsatz von 55,62 Mrd. Euro. Die Deutschen ließen sich ihre Weihnachtsgeschenke so viel kosten wie noch nie. Besonders im Online-Handel ist ein kontinuierliches Wachstum zu verzeichnen: Waren es 2008 noch 5,81 Mrd. Euro, gingen 2016 Bestellungen über 14,3 Mrd. Euro in den Online-Shops ein – eine Steigerung um 146 Prozent. Mit 41,32 Mrd. Euro liegen die Weihnachtsausgaben im stationären Handel weiterhin deutlich über den Online-Umsätzen. Während der Anteil des Weihnachtsgeschäfts im stationären Handel über die letzten acht Jahre nahezu konstant geblieben ist (18,4 im Vergleich zu 18,8 Prozent) steigt die Bedeutung des Jahresendspurts für den E-Commerce immer weiter. Mit mittlerweile 28 Prozent liegt der Anteil an den Gesamtausgaben deutlich höher als im stationären Handel.

Der Trend geht dabei übergreifend zu mehr Transaktionen mit weniger hohen Beträgen pro Kauf. Mit einem durchschnittlichen Warenkorbwert von 68,22 Euro (online) bzw. 55,11 Euro (stationär) lagen die Einkaufswerte unter denen des Vorjahres. Elektronikartikel sind dabei offenbar beliebte Geschenkideen für Kurzentschlossene: In den letzten Tagen vor Heiligabend stieg der Umsatz gegenüber anderen Branchen überdurchschnittlich an. Während der stationäre Handel traditionell die stärksten Umsätze an den Adventssamstagen und mit Last-Minute-Einkäufen in der Woche vor Heiligabend verbucht, verteilt sich das Online-Geschäft gleichmäßiger über die Vorweihnachtszeit. Zwei Tage stechen im E-Commerce hervor: der vielumworbene Black Friday mit Schnäppchenangeboten zum Start in die Weihnachtshopping-Saison und der 12. Dezember als umsatzstärkster Tag mit 374 Mio. Euro. Kunden schätzen die Flexibilität im Online-Geschenkekauf. Zwischen 20 und 22 Uhr wurden rund 17 Prozent der Online-Einkäufe getätigt.
 
 

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