Schluss mit langem Warten an der Ladenkasse

14.12.2017

Das Einkaufsverhalten der Deutschen wandelt sich, und Technologie wird beim Shopping immer wichtiger. Das zeigt sich besonders bei der jungen Generation. Sie ist offen gegenüber neuen Technologien und wechselt doppelt so häufig zu Self-Service-Kassen, wenn sie zu lange an der Kasse warten, als alle anderen. Letzteres ergab eine vom Marktforschungsunternehmen YouGov im November 2017 im Auftrag von StrongPoint durchgeführte repräsentative Befragung. Je jünger die Deutschen an der Supermarktkasse, desto eher wenden sie sich Self-Service-Kassen zu, wenn die Wartezeiten an der Kasse zu lang ist. 20 Prozent der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen beendete den Einkauf an Selbstbediener-Kassen im Gegensatz zu lediglich zehn Prozent bei allen repräsentativ befragten Deutschen. Immer mehr Selbstbediener-Kassensysteme halten im deutschen Einzelhandel Einzug, 488 Geschäfte bundesweit verwenden solche Systeme, was einer Steigerung von 65 Prozent gegenüber lediglich 295 im Jahr 2015 entspricht. Am augenfälligsten wird dieser Trend im klassischen Lebensmitteleinzelhandel, bei dem aktuell in 350 Märkten (150 vor zwei Jahren) 1.450 Self-Service-Kassen (2015: 620) im Betrieb sind. Natürlich ist dies noch ein zartes Pflänzchen, angesichts von beinahe 200.000 herkömmlichen Kassen in diesem Bereich; aber der Trend weist klar nach oben. Supermarktkunden, die Selbstbediener-Kassen aufsuchen, wenn sie zu lange an der Kasse warten mussten, gehören zur Bildungselite: 16 Prozent derjenigen, die einen Hochschulabschluss haben und 20 Prozent derjenigen, die noch studieren, sind laut der YouGov-Studie zur Self-Service-Kasse gewechselt. Insgesamt sind die Deutschen aber doch geduldig: 60 Prozent der Befragten entscheiden sich dafür, auch bei einer langen Schlange weiter zu warten. Das heißt aber nicht, dass sie über das lange Warten glücklich sind. Jeder zehnte Käufer, der lange in der Schlange vor einer Supermarktkasse steht, wechselt zu einer Selbstbediener-Kasse. Die Umfrage zeigt auf, dass die ältere Generation hingegen Selbstbediener-Kassen scheut. „Dafür gibt es einige Gründe. Einer der wichtigsten ist sicherlich eine negative Erfahrung, die man in der Vergangenheit gemacht hat. Wenn man einmal nicht gleich den richtigen Knopf auf dem Bildschirm gefunden hat oder mit anderen Herausforderungen konfrontiert wurde, ermutigt das nicht, beim nächsten Mal erneut den Self-Checkout zu nutzen“, sagt Jürgen Lutz, Country Manager DACH der StrongPoint.

 

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