Interbad 2016

28.09.2016

Rund 500 Aussteller, knapp 15.000 Gäste aus über 60 Ländern und überall zufriedene Gesichter – die Interbad zieht alle zwei Jahre ein internationales Publikum aus Europa, Asien und Nordamerika an – und das seit mittlerweile 50 Jahren. Vernetzung, Transparenz, Effizienz – so lauten die Schlüsselbegriffe der Digitalisierung. Und in der Tat können neue Technologien entscheidend zur Reduzierung von Kosten und Risiko beitragen. Insbesondere der Bäderbau kann vom sogenannten „Building Information Modeling“ (BIM) profitieren. Der 66. Kongress für das Badewesen auf der 25. Stuttgarter Interbad widmete dem Thema BIM im Bäderbau daher einen eigenen Themenkreis. BIM bedeutet, dass ein Gebäude vorab einmal komplett digital gebaut wird. So lassen sich auch mögliche Fehler und Kollisionen entdecken. Zudem bietet die Darstellung als 3-D-Modell für alle am Bau Beteiligten eine gemeinsame Grundlage für eventuelle spätere Weiterplanungen, das spart Zeit und Geld. Gerade bei hochtechnisierten Bauten wie Hallenbädern seien nicht zuletzt die Betriebskosten ein häufig unterschätzter Faktor. Da diese eigentlich erst nach etwa 30 Jahren feststehen, lässt sich all das aus dem BIM-Modell ableiten und tablet-fähig machen, sodass man Zugriff auf relevante Informationen hat, etwa, welche Wartungsintervalle zu beachten sind. Eine Statistik besagt, dass ein in die Planung investierter Euro im Bau bis zu sechs, im Betrieb bis zu 30 Euro einsparen kann. Wichtig sei zunächst jedoch, dass die Methode bei Planern, Bauausführenden und Nutzern überhaupt ankomme, erklärte Experte Prof. Hans-Georg Oltmanns. Es gelte, den Leuten die Schwellenangst zu nehmen. „Was kann einem denn Besseres passieren, als bereits am Rechner festzustellen, ob man im Etat liegt? Man muss wieder lernen zu bauen – und zwar digital!“

 

Zurück